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Laut Hydrogen Europe rechnet die Schweizer Wasserstoffstrategie damit, dass die Nachfrage zunächst moderat steigt, ab Mitte der 2030er-Jahre jedoch deutlich zunimmt. Gründe dafür sind neue Anwendungen in Industrie, Schwerverkehr und Luftfahrt.

Obwohl die Schweiz über große Potenziale an Wasserkraft und anderen erneuerbaren Energien verfügt, wird die inländische Produktion voraussichtlich nicht ausreichen, um den gesamten Bedarf zu decken. Eine Studie im International Journal of Hydrogen Energy betont, dass Importe ein zentraler Baustein der Versorgungssicherheit sein werden (ScienceDirect).

Umrüstung bestehender Gasnetze

Eine der kostengünstigsten Optionen für den Transport von Wasserstoff ist die Umnutzung bestehender Gasleitungen.
Berichte von CNG-Mobility zeigen, dass viele Hochdruckgasleitungen nach technischen Anpassungen auch Wasserstoff transportieren können.
Gleichzeitig weist EIZ Publishing auf die Bedeutung klarer rechtlicher und sicherheitsrelevanter Rahmenbedingungen hin.

Internationale Importkorridore

Europa baut derzeit großangelegte Wasserstoffnetze auf.

  • Der SouthH2 Corridor soll grünen Wasserstoff aus Nordafrika über Italien und Österreich nach Deutschland bringen – mit potenzieller Anbindung an die Schweiz (SouthH2 Corridor).

  • Die Initiative European Hydrogen Backbone plant ein weitreichendes europäisches Wasserstoffnetz, das bestehende und neue Pipelines verbindet.

Für unser Hydrogen-Portfolio sind solche Korridore entscheidend, um langfristig stabile und wettbewerbsfähige Importkapazitäten zu sichern.

Sinkende Produktionskosten machen Importwasserstoff zunehmend attraktiv.
Eine Analyse von PwC prognostiziert, dass Fortschritte in der Elektrolyse und günstigere erneuerbare Energien die Kosten für grünen Wasserstoff deutlich senken können.
Für uns bedeutet das: Investitionen in Infrastruktur und Technologie entlang der gesamten Wertschöpfungskette werden wirtschaftlich immer interessanter.

Unser Hydrogen-Portfolio ist genau auf diese Entwicklungen ausgerichtet:

  • Beteiligung an internationalen Transportprojekten wie dem SouthH2 Corridor stärkt unsere Position in einer künftigen europäischen Wasserstoffdrehscheibe.

  • Aufbau von regionalen H2-Hubs in der Schweiz ermöglicht es, importierten Wasserstoff effizient zu speichern und zu verteilen.

  • Investitionen in zukunftsweisende Technologien, etwa in leistungsfähige Elektrolyseure und Speicherlösungen, ergänzen unsere Strategie und erweitern die Wertschöpfung.

So können wir die Chancen der internationalen Wasserstoffwirtschaft nutzen und gleichzeitig die Energiewende in der Schweiz aktiv unterstützen.

Chancen:

  • Aufbau von H2-Hubs für Import, Lagerung und Verteilung.

  • Frühzeitige Beteiligung an europäischen Transportkorridoren, um Versorgungsrechte langfristig zu sichern.

  • Nutzung und Umrüstung bestehender Gasinfrastruktur, um Investitionskosten zu optimieren.

Herausforderungen:

  • Klärung von Rechts- und Sicherheitsfragen bei Transport und Speicherung.

  • Verlässliche Lieferverträge und Preisstabilität.

  • Politische und wirtschaftliche Stabilität in Exportländern.

Mit ihrer zentralen Lage, stabilen politischen Rahmenbedingungen und gut ausgebauten Energienetzen hat die Schweiz das Potenzial, sich ab 2035 als Drehscheibe für den europäischen Wasserstoffhandel zu etablieren.
Unser Hydrogen-Portfolio ist ideal positioniert, um von dieser Entwicklung zu profitieren und sie aktiv mitzugestalten – von der Infrastruktur über internationale Partnerschaften bis hin zu technologischen Innovationen.

Weiterführende Leseempfehlungen

Hier ist die schön aufgelistete Version der weiterführenden Leseempfehlungen zum Thema Rolle der Schweiz im europäischen Wasserstoffnetz:

  • Hydrogen for an Energy Resilient Europe – Hydrogen Europe
    Untersucht die Kombination aus lokaler Produktion und internationalen Importen zur Stabilisierung der Energieversorgung und betont die Bedeutung von Diversifizierung und langfristiger Versorgungssicherheit.
    Link zum PDF

  • TYNDP 2024 – Hydrogen Infrastructure Gaps Identification Report (ENTSOG / GIE)
    Identifiziert Schwachstellen im europäischen Wasserstoffnetz und bewertet die Anbindung der Länder, einschließlich der Schweiz, was für die grenzüberschreitende Logistik und Pipelinebedarfe wichtig ist.
    Link zum Bericht

  • Minimum-Regret Hydrogen Supply Chain Strategies – Ganter, Gabrielli, Goericke, Sansavini
    Wissenschaftliche Studie mit Strategien für robuste Wasserstoff-Lieferketten unter Unsicherheit, die Investitionsrisiken minimieren und langfristig orientierte Projekte unterstützen.
    Link zur Studie

Schweiz als Drehscheibe

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