Update Strategie & Portfolio – Stand 31. Juli 2025
Im aktuellen Umfeld mit erhöhter Unsicherheit und saisonal schwächeren Märkten haben wir unser Green Tech Portfolio konsequent defensiver ausgerichtet – mit einem klaren Fokus auf Essential Infrastructure als stabilem Fundament. Unser Ziel: Stabilität der Cashflows, weniger Abhängigkeit von Konjunkturzyklen und gleichzeitig die Flexibilität, bei neuen Aufwärtstrends schnell wieder zuzuschlagen.
Kernelemente der Strategie
1. Ein starker defensiver Kern durch „Essential Infrastructure“
Über ein Drittel des Portfolios besteht mittlerweile aus Versorgern, Wasser- und Abfallunternehmen – Bereiche mit besonders hoher Visibilität und stabilen Cashflows.
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Regulierte Utilities wie Exelon, Hydro One, Iberdrola, Middlesex oder Pennon Group profitieren von regulierten Renditen auf die Netze (RAB-Modell). Das macht die Erlöse weitgehend unabhängig vom Konjunkturverlauf.
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Waste Management überzeugt durch langfristige Entsorgungsverträge mit Kommunen und Gewerbe – eine robuste Basis auch in Rezessionen.
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Core & Main sichert über Ersatzbedarf und kommunale Investitionsprogramme kontinuierliche Nachfrage, weniger abhängig vom klassischen Neubaugeschäft.
Fazit: Dieser Block sorgt für defensiven Charakter und macht das Portfolio widerstandsfähiger gegenüber kurzfristigen Schwankungen.
2. Strukturtrends: Elektrifizierung & Effizienz
Der zweite große Baustein setzt auf Unternehmen, die von langfristigen Megatrends profitieren:
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Eaton, ABB, Trane Technologies, Daifuku – im Fokus stehen Elektrifizierung, Rechenzentren, Automatisierung und Gebäudeeffizienz. Hohe Service- und Ersatzteilumsätze sowie große Projekt-Backlogs bieten zusätzliche Stabilität.
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First Solar bringt trotz seiner Zyklik ein Wachstumsprofil mit hoher Visibilität ein – abgesichert durch langlaufende Lieferverträge und US-Produktionsanreize.
Fazit: Wachstumstrends werden genutzt, ohne dass die Stabilität geopfert wird.
3. Software mit wiederkehrenden Erträgen
Auch Software spielt eine wichtige Rolle als Stabilitätsanker im Portfolio:
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SAP und Autodesk generieren einen Großteil ihrer Umsätze über Abos und haben eine hohe Kundenbindung. Da ihre Anwendungen geschäftskritisch sind, ist die Kündigungsrate gering.
Fazit: Diese Titel erhöhen die Qualität und Planbarkeit des Ertragsprofils entscheidend.
Investitionsgrad: bewusst defensiver bei 56%
Ein weiterer Hebel für Stabilität ist aktuell die deutlich reduzierte Investitionsquote:
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Statt nahezu voll investiert zu sein, liegt der Investitionsgrad derzeit bei nur 56%.
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Das gibt uns die Möglichkeit, kurzfristige Marktkorrekturen besser abzufedern.
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Gleichzeitig behalten wir die Flexibilität, ungenutztes Kapital zügig in neue Trendbewegungen zu lenken.
Warum die Zusammensetzung robust ist
- Hohe Cashflow-Qualität durch regulierte oder langfristig abgesicherte Erlöse
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Geringere Zyklik dank defensivem Kern in essentieller Infrastruktur
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Sekuläre Rückenwinde statt kurzfristiger Konjunkturwetten
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Diversifizierte Nachfragequellen von Haushalten und Kommunen bis hin zu Industrie und Software
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Diszipliniertes Risikomanagement über Momentum-System und Investitionsgradsteuerung
Fazit für Investoren
Das Green Tech Portfolio ist derzeit zweifach defensiv aufgestellt:
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durch den hohen Anteil an „Essential Infrastructure“ mit stabilen, planbaren Cashflows
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und durch den deutlich reduzierten Investitionsgrad.
Damit bleibt das Portfolio auch in einer potenziell volatileren Marktphase widerstandsfähig – und gleichzeitig flexibel genug, um die nächste Aufwärtsbewegung frühzeitig mitzunehmen.
Link Tipps:
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The Great Reset: Emerging trends in infrastructure and transport (KPMG, 2025) – Analyse, warum smarte Versorgungsinfrastruktur und erneuerbare Energien das Rückgrat nachhaltiger Portfolios bilden.
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Climate Tech 2025: From the Green Hype to Pragmatic Commerciality (Sheffield Haworth, 2025) – Wandel zu renditestarken, durchdachten Klimainvestitionen mit starken Fokus auf Effizienz und stabile Einnahmen.